Geschlechtsorgane

Erkrankungen der Geschlechtsorgane finden sich besonders häufig bei unkastrierten Häsinnen. Deshalb sollte bei jeder Häsin, die nicht zur Zucht eingesetzt werden soll, über eine Kastration nachgedacht werden. Damit kann möglichen Erkrankungen vorgebeugt werden. Allerdings besteht nach einer Kastration bei einer Häsin ein erhöhtes Risiko für Übergewicht.

Bei unkastrierten Häsinnen kann es zu hormonellen Störungen kommen, die zu bösartigen Gebärmuttertumoren und Scheinträchtigkeiten führen können. Zunächst kommt es zu einer Verdickung der Gebärmutterschleimhaut, die später krebsartig entarten kann. Die Tumoren können Tochtergeschwüre, sogenannte Metastasen bilden, u.a. in der Lunge. Anzeichen solch einer Tumorerkrankung können Ausfluss aus der Scheide, Bauchschmerzen und in fortgeschrittenen Stadien auch Atemnot und Gewichtsverlust sein.

Da bei einigen Rassen eine hohe genetische Veranlagung zu Tumorbildung von bis zu 80 Prozent bei unkastrierten Häsinnen besteht, ist bei Nicht-Zuchttieren zur Kastration zu raten.