Kastration

Bei der Entscheidung für oder gegen eine Kastration muss zunächst überlegt werden, ob gezüchtet werden soll oder nicht. Fällt die Entscheidung gegen die Zucht aus, sprechen verschiedene Gründe sowohl beim männlichen als auch beim weiblichen Tier für eine Kastration.

Beim männlichen Tier werden hiermit Rangordnungskämpfe vermieden. Dies betrifft auch Rammler, die als Jungtiere gemeinsam aufgewachsen sind. Diese Rangkämpfe können zu erheblichen Verletzungen bei den Tieren führen. Deshalb sollte eine Kastration durchgeführt werden, bevor sich die entsprechenden Verhaltensweisen entwickelt haben. Daher empfiehlt sich eine Frühkastration im Alter von acht bis zehn Wochen.

Beim weiblichen Tier kommt noch ein weiterer Aspekt hinzu. Durch die Kastration können verschiedene Erkrankungen verhindert werden, die auf Grund hormoneller Störungen entstehen, die von den Eierstöcken ausgehen. Hierzu gehören Tumore des Uterus, die bei einigen Rassen bei unkastrierten Häsinnen bei über 80 Prozent der Tiere in einem Alter von mehr als vier Jahren auftreten können. Eine Kastration verhindert einen Großteil dieser Erkrankungen sowie auch die mit den hormonellen Störungen verbundenen Verhaltensauffälligkeiten.

Allerdings ist eine Kastration nicht immer ganz folgenlos. So entwickeln kastrierte Tiere eine größere Neigung zu Übergewicht in fortschreitendem Alter. Deshalb sollte unbedingt auf eine ausgewogene und angemessene Fütterung sowie genügend Bewegung geachtet werden.